Rebsorten

Ull de Llebre (Tempranillo)

Bild einer Ull de Llebre-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003
Eine wichtige Rotweintraube, die ihre Ursprung in Nordspanien hat und ihre Verbreitung über alle nördlichen und zentralen Regionen des Landes findet.

Sie erzeugt ihre besten Resultate in den kühleren Lagen des Rioja Alaves, Rioja Alta, Ribera del Duero und Teilen des Penèdes.

In diesen Regionen lassen sich aus der Traube tiefrote Weine mit charakteristischen Noten nach Erdbeeren, Gewürzen und frischem Tabak erzeugen.

Wegen ihres niedrigen Säuregehaltes ist sie häufig nur ein Bestandteil einer Komposition von unterschiedlichen Sorten. Häufig findet man Sie als Hauptbestandteil in den berühmten Weinen des Rioja zusammen mit Garnacha, Mazuelo und Graciano. Sie ist als Cencibel auch die Hauptsorte des La Mancha und Valdepeñas.

Ull de Llebre ist katalanisch und bedeutet "Auge des Hasen". Auch die kastilische Bezeichnung "Ojo de Liebre" ist geläufig. In den unterschiedlichen Regionen Spaniens findet man diese Traube unter weiteren Namen wie: Tinto Fino, Tinto del Pais oder Tinto de Toro. Argentinien ist einer der Wenigen Plätze an denen man diese Sorten außerhalb Spaniens wiederfinden kann. Eine untergeordnete Rolle spielt sie darüber hinaus in den portugiesischen Regionen Alentejo (hier heißt sie Aragonez) und Douro (hier heißt sie Tinta Roriz) zur Herstellung des Portweins.

Es gibt Vermutungen, dass Valdepeñas (eine Sorte die in Kalifornien zur Herstellung von Tischweinen verwendet wird) ebenfalls der Tempranillo entspricht.

Sie ist eine schwarz glänzende Traube mit dicker Haut, die bereits Mitte September und damit zwei Wochen früher als die Garnacha Tinta reif ist. Weine, die ausschließlich aus diesen Trauben gekeltert werden, besitzen ausgezeichnete Harmonie und Aroma.


Garnacha Tinta

Bild einer Garnacha Negra-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003
Die GARNACHA ist die Hauptsorte z.B. in der Rioja Baja. Die Traube entwickelt sich langsam in der goldenen Herbstsonne. Sie reift rasch und harmonisiert perfekt mit der Tempranillo.

Die Garnacha ist eine Sorte, die sich sowohl für Rot-, als auch für Weißweine eignet. Wenn es sich um einen sortenreinen Wein handelt, bezieht sich die Bezeichnung Garnacha fast immer auf die rote Traube, die Garnacha Tinta. Sie ist eine der weltweit am häufigsten kultivierten Trauben, die sich für heiße und trockene Regionen sehr gut eignet. Auf Grund ihrer starken Stiele der ist einen Anbau in Regionen mit starken Winden oder Böen ebenfalls begünstigt.

Sie reift mit sehr hohen Zuckergehalten und man kann Weine erzeugen, die zwischen 15 und 16 Vol-% Alkohol enthalten. Weine der Garnacha sind süß, fruchtig und haben sehr niedrige Tannin-Gehalte. Außer in Regionen mit niedrigen Erträgen, sind sie sind häufig blass in der Farbe.

Die Traube stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie die am häufigsten angebaute Rotwein-Traube ist. Man findet sie beispielsweise in großen Teilen des Navarra und in vielen anderen Regionen von Spanien wie beispielsweise Cariñena, La Mancha, Penedès, Rioja, Utiel-Requena und eben auch dem Empordà. Auch im Süden Frankreichs - unweit der spanischen Grenze im Languedoc-Roussillon, in der Provence und im südlichen Rhônetal - wird die Garnacha angebaut. Hier ist sie als Grenache bekannt.

Die Garnacha Tinta wird normalerweise zusammen mit den Weinen anderer Trauben gemischt. Sortenreine Weine finden sich nur selten. In Spanien finden sich häufig Mischungen aus Garnacha und Tempranillo, in Frankreich solche aus Garnacha und Cinsaut bzw. Carignan. In Châteauneuf-du-pape wird sie als Hauptbestandteil verwendet, obwohl sie sich manchmal in Weinen mit bis zu 12 anderen Sorten wieder findet.

In Rosé-Weinen - speziell in denen aus der Côtes du Rhône, Côtes du Ventoux, Lirac und Tavel - wird die Grenache häufig als Hauptbestandteil verwendet. In Kalifornien und Australien dient sie vorzugsweise zur Herstellung preisgünstiger Tischweine.


Garnacha Blanca

Bild einer Garnacha Blanca-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003
Die GARNACHA BLANCA ergibt, wie ihre rote Schwester, sanfte, säurearme Weine. In kühleren Jahren wird diese Traube oft dazu verwendet, um eine Mischung abzurunden und das Säure-Zucker-Verhältnis ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Garnacha Blanca ist die weiße Sorte dieser Traube. Obwohl sie nicht die Popularität ihrer roten Schwester erlagen konnte, wird sie in weiten Teilen von Spanien und Frankreich angebaut. Diese Weißweine haben hohe Alkoholwerte und wenig Säure.


Cariñena

Bild einer Cariñena-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003Die Cariñena (MAZUELA) ist eine kleine, dickhäutige Traube, die dem Wein Säure und Langlebigkeit verleiht.

Obwohl die Traube aus dem nordspanischen Cariñena stammt ist Ihr Hauptanbaugebiet inzwischen in Südfrankreich - speziell im Languedoc-Roussillon. Auch in anderen mediterranen Weinregionen in Italien, Spanien, Algerien und Israel kann man sie finden. Bis vor einigen Jahren war sie in Kalifornien, speziell im Joaquin Valley sehr verbreitet.

Die die Erträge der Cariñena sind ergiebiger, als bei jeder anderen Traubenart. Die meisten Weine dieser Traube sind jedoch recht gewöhnlich. Man kann sie leicht an ihrer tiefen, fast violetten Farbe erkennen. Sie sind sehr tanninhaltig und haben einen recht hohen Alkoholgehalt. Bestenfalls kann man die Weine als fruchtig oder würzig bezeichnen.

Cariñena wird häufig mit weniger dominanten Trauben wie z.B. Garnacha oder Cinsaut vermischt. In Frankreich sind die meisten Cariñena-Weine einfache Tischweine. Die Traube wird auch Carignan, Carignano, Cariñena, Mazuelo, Monestel oder Roussillonen.


Macabeo

Die MACABEO (Viura) ist die weiße Hauptsorte. Erst die neue Technologie der Kaltgärung verhalf ihr zum Durchbruch und brachte ihren frischen, spitzigen Charakter zum Vorschein.

Die Macabeo ist die in Spanien am weitesten verbreitete und im Rioja auch wichtigste Weißweintraube, wo sie Viura heißt. Die immer stärkere Verbreitung im Rioja liegt vermutlich eher an der guten Ertragslage und weniger an der hohen Qualität der Traube. Sie verdrängt immer mehr andere Weißwein-Trauben, wie Malvasia oder Garnacha Blanca aus dieser Region.

Macabeo-basierte Weine sind im allgemeinen leicht und säurebetont, etwas blumig und bisweilen fruchtig. Ihr Aroma und ihr Geschmack verschwinden sehr schnell, so dass sie möglichst jung getrunken werden sollten. Die Macabeo wird häufig zusammen mit der Xarel-lo und der Perellada zur Herstellung von Cavas verwendet. Sie wird auch in Südfrankreich, speziell im Roussillon, kultiviert. Man kenn die Macabeo auch als Maccabeu, Lardot und Alcanol.


Xarel-lo

Ihr Hauptanbaugebiet und auch Ihre Herkunft liegt im nordspanischen Katalonien. Diese Weißwein-Traube ist eine der drei Hauptsorten, die zur Herstellung der Cavas verwendet wird. Sie ist sehr ertragsreich und robust. Die Xarel-lo blüht sehr früh und ist beständig gegen Frühjahrs-Fröste. Im Empordà wird sie vorzugsweise in den Tallagen angebaut.

Xarel-lo wird eher als Traube mittlerer bis niedriger Qualität betrachtet. Sie erzeugt säurebetonte kräftige Weine. Bei der Herstellung von Cava wird sie in erster Linie als Grundgerüst für die feineren Macabeo- oder Perellada-Trauben verwendet. Man findet auch einige Stillweine, die Xarel-lo enthalten und im Allgemeinen aus den gleichen Komposition zusammengesetzt werden, wie die Cavas. Man findet seit neuestem auch überraschende, sortenreine Fassweine.

Die Xarel-lo ist die wichtigste Traube in der D.O. Alella, wo sie als Pansa Blanca bekannt ist.


Cabernet Sauvignon

Bild einer Cabernet Sauvignon-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003
Die Cabernet Sauvignon ist eine rote Traube, die auch als Petit Cabernet, Vidure und Petit Vidure bekannt ist. Diese Traube ist die weltweit am stärksten expandierende Rotwein-Sorte überhaupt und wird auf allen fünf Kontinenten kultiviert.

Sie dient zusammen mit der Cabernet Franc und der Merlot als Grundlage für die Komposition der Bordeaux-Weine. Genetische Untersuchungen haben in jüngster Zeit bewiesen, dass diese Traube eine Kreuzung aus der Cabernet Franc und der Sauvignon Blanc ist.

Sie entwickelt sich vorzugsweise in gemäßigten, trockenen Lagen. Ihre kleinen Beeren und dicken Schalen erzeugen elegante, reiche und duftintensive Weine. In jungen Jahren kann die Traube durch ihre starke Tanninausprägung und ihren hohen Säuregehalt nicht glänzen. Um so deutlicher jedoch reift der Wein mit der Zeit, speziell durch den Ausbau der Weine in Holzfässern und die lange Lagerung auf der Flasche.

Auf der iberischen Halbinsel wird die Cabernet Sauvignon speziell in Katalonien, Alentejo, Navarra, La Mancha und La Ribera angebaut. Die ersten Erwähnung stammen von 1870 in Katalonien und im Rioja. Aber auch im Rioja und in vielen anderen spanischen und portugiesischen Gebieten wird sie experimentell angebaut. Man findet sowohl sortenreine Weine, als auch Weine aus Kompositionen mit anderen Trauben, in denen die Cabernet Sauvignon speziell zur Struktur und zur Farbe beiträgt.


Syrah

Bild einer Syrah-Traube des Weinguts Vinyes dels Aspres aus dem August 2003
Die Syrah ist eine rote Traube, die weltweit unter den verschiedensten Namen bekannt ist: Candive Noir, Entournerein, Hignin Noir, Shiraz oder Sirah. Sie ist eine der herausstechendsten Trauben des Rhônetals und Australiens und darf nicht mit der amerikanischen Petite Syrah verwechselt werden. Es scheint, dass die Traube nicht - wie bisher angenommen - Persischen Ursprungs ist, sondern aus einer spontanen Kreuzung zwischen weniger verbreiteten, alpinen italienischen und französischen Sorten entstanden ist.

In Spanien und Portugal hat sich die Traube bis auf wenige Ausnahmen in Regionen mit trockenem, mediterranem Klima wie in Alentejo, Castilla-La Mancha, Jumilla, Penedès y Priorat angepasst. Die ersten Anpflanzungen auf der iberischen Halbinsel stammen aus dem Ende der 1980er Jahre.

Die Syrah-Trauben sind von mittlerer Größe und elliptischer Form und schwarz-blauer Farbe. Um einen Wein von hoher Qualität zu erhalten, muss der Ertag möglich niedrig gehalten werden. Als Ergebnis liefert die Syrah strukturierte und langlebige Weine die sich hervorragend für den Ausbau im Holzfass eignen und die häufig die würzigen Aromen von schwarzen Oliven, Pfeffer, Teer und Rauch in sich tragen.


Merlot


Merlot ist eine rote Sorte, die auch Merlot Noir genannt wird. Sie ist nach Cabernet-Sauvignon (mit der viel gemischt wird), die zweithäufigste Traube des Bordeaux und wird überall in der Welt kultiviert. Die Traube ist größer und ihre Haut dicker, als die der Cabernet Sauvignon. Dennoch ist sie leichter als sie.

Die Merlot wird auf der iberischen Halbinsel seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kultiviert und expandiert im Augenblick in vielen Regionen Spaniens (La Mancha, Somontano, Penedès und Navarra ) und im Süden Portugals. Man findet sie in mehr als 20 Regionen.

In Spanien wird sie in erster Linie zur Herstellung sortenreiner, aromatischer Weine verwendet. Sie sind lange lagerfähig, werden von denen der Cabernet Sauvignon aber noch übertroffen, da diese über glattere Tannine verfügt und langsamer reift.

Die vorherrschenden Aromen schließen Schokolade, Pflaumen und bittere Orangen ein.